Warum man ein erfolgreiches Spital wegsparen will

Die Unfallversicherung prüft die Zusammenlegung ihrer Anstalten in Wien. Dem Lorenz-Böhler-Krankenhaus droht das Ende

Politik | DIAGNOSE: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 13/14 vom 26.03.2014

Ein Greis schleppt sich mit seiner Gehhilfe durchs stylishe Entree Richtung Erstaufnahme, im Anmelderaum sitzen Patienten neben einer prächtigen Mosaikwand. 2013 wurde hier im Spital umgebaut, stolz präsentierte man vier topmoderne OP-Säle. Das Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus ist ein Spital mit internationalem Renommee. Bald könnte es Geschichte sein.

Die Wirtschaftskammer hat gut verhandelt, ihr Erfolg steht im Regierungsprogramm auf Seite 10. "Unfallversicherung (UV): Senkung des Beitrags um 0,1 Prozentpunkte." 0,1 Prozent. Oder: 90 Millionen Euro pro Jahr. So viel werden sich die Unternehmer künftig sparen, wenn das Parlament die Senkung wie geplant im Sommer beschließt. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), die das Lorenz-Böhler-Spital betreibt und rein durch die Arbeitgeberseite finanziert wird, fährt deshalb ein fettes Minus ein. Rund 50 Millionen Euro Miese, schätzt Renate Römer, Obfrau der Unfallversicherung.

"2015 und die Jahre danach werden wir einsparen müssen",


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