Kolumne Außenpolitik

Ägyptens Konterrevolution und die Interessen der Golfstaaten


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 14/14 vom 02.04.2014

Drei Jahre nach dem Sturz Hosni Mubaraks kontrolliert die ägyptische Armee Polizei, Fernsehen und Justiz. Feldmarschall Abd al-Fattah al-Sisi will nächster Präsident werden. Vor einem Jahr war er die treibende Kraft hinter dem Putsch gegen den Islamisten Mohammed Mursi, den einzigen demokratisch gewählten Präsidenten der ägyptischen Geschichte. Mursis Muslimbruderschaft, eine in Ägypten nicht wegzudenkende Bewegung, wird seither so erbarmungslos verfolgt wie Al Kaida.

Die Streitkräfte sind populär in Ägypten. Die Muslimbrüder hatten in ihrer kurzen Regierungszeit derart abgewirtschaftet, dass al-Sisi für viele ein Held ist. Dazu kommt eine Propagandalawine der Militärs, die zu einem richtiggehenden Al-Sisi-Personenkult führt. Ein Gefühl des permanenten Ausnahmezustandes hält das Land in Atem. Bürgerrechtsorganisationen schätzen, dass im letzten Jahr mindestens 3000 Mursi-Anhänger von Staatsorganen getötet wurden. 300 Polizisten sind islamistischen Angriffen zum Opfer

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