Wo’s rostet, da rastet man gern aus

Feuilleton | Materialprüfung: Michael Omasta | aus FALTER 14/14 vom 02.04.2014

Scott Coopers Folk-noir-Film "Out of the Furnace“ knüpft ans proletarische Kino der 70er an

Es ist eigentlich das klassische Westernpersonal: Zwei ungleiche Brüder; die abwesende Mutter; der stolze Vater, dessen Kräfte schwinden; ein Mädchen, das den Helden schon immer geliebt hat, aber nun dennoch verlässt - und ein Bandit natürlich, brutal, hinterhältig und ungebrochen böse.

"Out of the Furnace“ bedient sich aus dem reichen Repertoire des Genrekinos, ohne jedoch selbst ein bestimmtes Genre zu bedienen. Es ist ein Stück American Folk noir, ein Film wie aus dem Schmelzofen des Originaltitels, dessen improvisiertes deutsches Äquivalent "Auge um Auge“ ihn auf seinen banalsten Aspekt, die Rachegeschichte, reduziert.

Rodney (Casey Affleck) war dreimal im Irak im Einsatz und findet keinen Weg zurück ins zivile Leben. Er verwettet, was er verdient, schmeißt jeden Job gleich wieder hin, fängt an zu boxen. "Bare-knuckle“ versteht sich, ohne schützende Handschuhe also, und praktisch


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