Geschichten aus dem Großstall

Steiermark | Reportage: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 14/14 vom 02.04.2014


Foto: J.J. Kucek

Foto: J.J. Kucek

Der Bauernhof der Familie Neuhold vulgo Jaga in St. Nikolai ob Draßling ist nicht schwer zu finden. Von weitem sieht man gleich neben dem Kirchturm zwei gewaltige Silos aufragen. Im Hofladen steht die Bäuerin hinter der Budel. Christina Neuhold schneidet Osterschinken und Lendbratl auf, die die Familie selbst produziert. An der Wand hängt eine lange Reihe von Prämierungen, die die Neuholds für ihre Würste, Speck und Co erhalten haben. Auch Honig, Wein und Kernöl von etwa 20 anderen Produzenten kann man gleich mitnehmen.

„Beim Kauf von ‚Jaga-Bauernspezialitäten‘ erwerben Sie ein Produkt mit Herkunftsgarantie, Transparenz, Regionalität, CO2-frei produziert“, wirbt die Firma auf der Homepage. Die Tiere würden artgerecht gehalten, man produziere gesund und garantiert gentechnikfrei. Die hofeigene Fotovoltaikanlage wurde mit dem Österreichischen Solarpreis ausgezeichnet, der „mobile Bauernladen“ tourt durch die ganze Steiermark. Als im Vorjahr der Hofladen aufsperrte, stand in den Gemeindenachrichten: „Die Bevölkerung der Gemeinde St. Nikolai kann stolz sein, so einen Betrieb in Reichweite zu haben!“ Und als Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vor zwei Jahren zur Osterjause in die Burg lud, kam diese von den Neuholds. Sprich: Jaga gilt als Vorzeigebetrieb. Christina und Josef Neuhold sind angesehene Bürger. Und wohl auch mächtige.


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