Calvin Johnson: der faule Willi als Arbeitsbiene

Lexikon | GS | aus FALTER 14/14 vom 02.04.2014

Sollte die "Biene Maja" je als englischsprachiges Musical auf die Bühne gebracht werden, wäre Calvin Johnson der perfekte Kandidat für die Rolle des faulen Willi. Schließlich zeichnet seinen Gesang eine brummelig-einlullende Gelassenheit aus, die ihresgleichen sucht. Tatsächlich ist Johnson das Gegenteil eines faulen Willi: Der 1962 in Olympia, Washington geborene Musiker betreibt seit 1982 das DIY-Label K Records. Es ist eine der ersten Adressen für US-Untergrundmusik, die "Indie" auch heute noch als Haltung und nicht als Musikstil oder gar als Lifestyle versteht. Im K-Katalog finden sich Frühwerke späterer Alternative-Stars wie Beck, Kimya Dawson und Modest Mouse, vor allem aber unterschätzte Helden wie The Make Up, Beat Happening, Cadallaca, Adrian Orange oder Mecca Normal. Und natürlich Johnsons eigene Bands und Projekte wie Halo Benders oder Dub Narcotic Soundsystem. Andreas Dvořák, der Betreiber des Wiener DIY-Labels Fettkakao, holt Johnson jetzt nach Wien. Das Konzert findet im Rahmen der Ausstellung "Blah Blah Uh Uh" von Dvořák und Veronika Eberhart statt, die beiden werden mit ihren Bands Lime Crush und Tirana auch selbst auftreten.

Akademie der Bildenden Künste, Raum 116, Di 18.00


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