Klassik Tipp

Wienpremiere eines aufregenden Bachpianisten

Lexikon | AT | aus FALTER 14/14 vom 02.04.2014

Es gibt hundert Arten, Bach zu spielen. Der junge Franzose David Fray bietet gewiss eine der im Augenblick spannendsten. Hört man ihn, hat man das Gefühl, so müsse Bach klingen. Dieses Gefühl kann man bei jeder guten Interpretation haben. Aber es gibt Interpreten, die scheinen zu einem Komponisten "zu gehören"(oder umgekehrt). Bei Bach lautet die landläufige Assoziation Glenn Gould, Fray jedoch orientiert sich eher am verstorbenen deutschen Pianisten Wilhelm Kempff. Fray spielt seinen Bach nicht trocken, sondern kantabel. Nicht romantisierend, durchaus zeitgenössisch. Immerhin hat er auf seiner ersten CD Bach mit Pierre Boulez kombiniert, dem französischen Großmeister der Moderne. Im Konzerthaus spielt Fray ein reines Bachprogramm. Zur Entdeckung empfohlen.

Konzerthaus, Mo 19.30


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