Vor 20 Jahren im Falter  

Wie wir wurden, was wir waren

Falter & Meinung | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Alles anders

Es war eines der einprägsamsten Covers der Falter-Geschichte. Nach dem Selbstmord des Nirvana-Gitarristen und -Sängers Kurt Cobain brachte der Falter dessen Porträt. Cobains Band, die anfangs "ganz okay“ geklungen hatte, wurde mit "Nevermind“ zu "einem Urereignis“. Es "war ein Album mit Musik, bei dem man von der ersten Sekunde an wusste, dass es außergewöhnlich war, eine in der Rockmusik für nicht mehr möglich gehaltene Unmittelbarkeit besaß. Mit dem unschuldigen Rebellentum der 68er-Jahre hatte das allerdings nichts mehr zu tun.“ So resümierte Chris Duller in einem etwas knappen Zweispalter. Aber er hatte (abgesehen vom "unschuldigen Rebellentum“ der 68er) recht. Nirvana brachten auch nach heute gültigem Urteil alles durcheinander. "Corporate Rock bedeutete, angepasst zu sein, Underground hingegen, sich auf einen kleinen, von Spezialisten betreuten Claim beschränken zu müssen. Nirvanas ‚Nevermind‘ brach diese Teilung auf und warf damit alles durcheinander.“


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