Beutet Semperit seine Arbeiter in Thailand aus?

Politik | Bericht: Eduard Müller | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Hungerlöhne und Zustände wie im Gefängnis: Eine NGO macht dem heimischen Traditionsbetrieb schwere Vorwürfe

Am spärlich beleuchteten Weg zur Arbeit drohen Entführung und Vergewaltigung. In der Fabrik arbeiten Minderjährige mit gefälschten Ausweisen. Aufseher sammeln Zutrittskarten ein und geben sie erst zurück, wenn das Tagespensum erreicht ist. Krankenstände werden nicht bezahlt. Wer Lohn für Überstunden fordert, wird gefeuert. Was klingt wie ein Albtraum aus düsterer industrieller Vergangenheit, soll in einer thailändischen Fabrik des österreichischen Kautschuk- und Gummikonzerns Semperit traurige Realität sein, berichtet die finnische NGO Finnwatch.

Finnwatch prüft die Produktionsbedingungen von Erzeugnissen, die mit finnischen Steuergeldern gekauft werden. Dabei geriet Semperit ins Visier der NGO, da der Konzern seine in Thailand produzierten Operationshandschuhe an den finnischen Vertriebspartner OneMed liefert. Von diesem werden sie in Finnland an zahlreiche Krankenhäuser


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