Die Würde des Menschen

Feuilleton | Kabarettkritik: Peter Blau | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Ist das noch lustig? Mit seinem Programm "Carmen“ scheidet Matthias Egersdörfer die Geister

Als Matthias Egersdörfer in Stefan Raabs Show "TV total“ eine Kostprobe seines Kabarettstücks "Carmen ... oder die Würde des Menschen ist ein Scheißdreck!“ zum Besten gab, entdeckte sogar die Bild-Zeitung ihren Geschmackssinn.

Das Stück sei "jenseits des guten Geschmacks“, befand das deutsche Zentralorgan des gesunden Volksempfindens. Und: "Was lustig sein sollte, ging voll in die Hose.“

"Carmen“ erhitzt die Gemüter, scheidet die Geister. Bisweilen verlassen Kabarettbesucher vorzeitig und fassungslos die Vorstellung. Denn Egersdörfer geht in diesem Stück noch ein paar schmerzhafte Schritte weiter als in seinen bisherigen Soloprogrammen, in denen der 44-jährige Franke auf sehr glaubwürdige und hochkomische Weise einen übel gelaunten und bei Bedarf auch Zuschauer heftig beleidigenden Choleriker verkörpert.

Das zusammen mit zwei langjährigen Theaterkollegen erarbeitete Stück "Carmen“


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