I Kissed a Girl

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Die US-Musikerin Erika M. Anderson alias EMA sieht keine Zukunft. Dabei stehen ihr alle Türen offen

I’m just 22 / I don’t mind dying“, sang Erika M. Anderson vor drei Jahren in "California“, dem Hit ihres Debüts "Past Life Martyred Saints“. Man hat es ihr glatt als Bekenntnis abgenommen, obwohl sie damals schon Ende 20 war und ihr Nine-Inch-Nails-T-Shirt und die damit vor sich hergetragene Todessehnsucht längst entsorgt hatte.

Wo hört das Leben auf, wo fängt die Kunst an? Anderson, die sich als Künstlerin EMA nennt, lässt das gern ein wenig im Ungewissen. Sicher ist für sie nur, dass man zwischen Leben und Kunst nicht fein säuberlich trennen sollte. Darum hat sie ihr Studio nach wie vor zu Hause.

Obwohl ihr Debüt ein Achtungserfolg war, nimmt sie ihre Musik weiterhin selbst auf. So kann sie ihre Ideen sofort umsetzen. Außerdem fürchtet sie, in einem professionellen Studio an Energie und Kontrolle zu verlieren. Ebenso gut wie als Songschreiberin ist EMA als Performerin.


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