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Das Christentum -Fakten und Fragwürdigkeiten

Feuilleton | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Der Unterschied zwischen amerikanischer und deutschsprachiger Geschichtsschreibung lässt sich vortrefflich am Vergleich von Reza Aslans "Zelot“ (siehe Buch der Stunde) und Werner Dahlheims "Die Welt zur Zeit Jesu“ studieren. Hier spannendes Erzählen mit unauffällig beigestelltem Wissensgewinn, dort trockenes Durchackern historischer Fakten, aus denen man die für den historischen Laien relevanten Informationen selbst herausfiltern muss. Dabei hat Dahlheim durchaus etwas zu berichten, etwa darüber, wie das Römische Reich expandierte und wie es ihm gelang, seine Macht aufrechtzuerhalten. Über die politische Situation im Palästina des ersten Jahrhunderts nach Christus. Oder darüber, wie das Christentum von einer jüdischen Sekte zu einer römischen Staatsreligion wurde, wie die frühen Christen die Toten in die Stadt holten, das soziale Zusammenleben veränderten und gleichzeitig den Individualismus erfanden. KB

Werner Dahlheim: Die Welt zur Zeit Jesu. C.H. Beck, 492 S., € 27,80


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