Lasst Millionen Blumen blühen!


Gartenbegehung: Klaus Nüchtern
Stadtleben | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014


Foto: Wien Museum

Foto: Wien Museum

Jetzt mal ehrlich, ein wenig mehr Fingerspitzengefühl hätte sich der Donauturm schon verdient: Ausgerechnet zu seinem 50. Geburtstag stellt man dem langen Lackel aus der Donaustadt in nur einem Kilometer Luftlinie Entfernung einen blutjungen Konkurrenten vor die Nase.

Der erste Turm der DC Towers harrt zwar noch seines Zwillings und ist mit einer Höhe von exakt einem Viertelkilometer auch um zwei Meter kürzer als der Jubilar, im Stadtbild ist der Dark Knight der Donauplatte aber „weitaus stärker präsent als die schlanke Nadel im Donaupark“, wie Andreas Nierhaus in seinem Katalogbeitrag zur Ausstellung „WIG 64 – Die grüne Nachkriegsmoderne“ im Wien Museum fast ein wenig süffisant anmerkt.

Als der Donauturm am 16. April 1964 gemeinsam mit und als Wahrzeichen der Wiener Internationalen Gartenschau eröffnet wird, nehmen die Menschen eine halbe Stunde Wartezeit in Kauf, um mit dem schnellsten Expresslift Europas auf die in 150 Meter Höhe gelegene Aussichtsplattform zu gelangen. In einem „Eigenbericht“ schreibt tags darauf Herbert Löwy in der Arbeiter-Zeitung (AZ): „Für mich ist das neue Bild der Stadt, das man von hier aus gewinnt, am bestechendsten: Die Stadt wie von einem Theatermaler auf einen Prospekt gemalt.“

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