Wien, wo es isst  

Einsiedlerplatz: klarer Fall von Prä-Gentrifizierung

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Dass hier von 1763 bis 1782 eine Einsiedler-Bruderschaft existierte, ist heute schwer vorstellbar. Denn die äußere Margaretenstraße ist zwar sicher nicht der lebhafteste und turbulenteste Ort der Stadt, aber eine Eremitage ging sich hier sicher schon lange nicht mehr aus. Die Arbeitergasse sprüht zwar einigermaßen vor Multikulti, insgesamt hat das Grätzel rund um den Einsiedlerplatz aber nichts gemein mit den schick gewordenen Bezirksteilen von Margareten wie Franzensviertel, untere Spengergasse, Kettenbrückengasse, Margaretenplatz oder Ramperstorffer Straße. So etwas wie hippe Szenelokale gibt es hier nicht, die, die es probierten, Contemporary Bar und Mamis Möhspeis, sind Geschichte, zugesperrt wird hier generell eher viel, aufgemacht hauptsächlich Pizza-Buden und dergleichen.

Leber, Hirn, Bries vom Augustin

Aber ein paar Interessante gibt’s schon auch: das Gasthaus Zum lieben Augustin zum Beispiel, laut Kellnerin auch schon seit 30 Jahren am Platz und in der näheren Umgebung

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