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Ein Stück süßes Frankreich

Der steirische Gourmet

Steiermark | Brasserietest: Günter Eichberger | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

Thomas Serret, der neue Küchenchef der von maßgeblichen Stimmen über die steirischen Landesgrenzen hinaus hochgelobten Brasserie Santner, war bisher für die Desserts zuständig.

Seine Tarte mit Birnen ist in dieser Stadt ohne Konkurrenz. Kann er uns auch mit Hauptspeisen den Tag versüßen? Die Zwiebelsuppe (€ 5,50) gelingt ihm jedenfalls klassisch: Oben knusprig, unten von einer infantilen Bedürfnissen entgegenkommenden breiigen Konsistenz, die Zwiebeln geradezu marmeladig. Der Salat voyarde (€ 4,50) ist allen zu empfehlen, die statt Grünzeug lieber Schinken, Nüsse und Käse haben.

Warum sich die französische Küche hierzulande nicht derselben Beliebtheit erfreut wie die italienische, liegt möglicherweise daran, dass sie manchen zu schwer ist.

So wartet die Goldbrasse mit einer üppigen Erdäpfel-Senf-Sauce auf. Das zartrosa gegarte Lamm liegt auf einem deftigen Bett von weißen Bohnen. Dreigängige Mittagsmenüs gibt es um wohlfeile € 11,80.

Der mit dem Lamm abgestimmte Beaujolais cru Moulin-à-Vent (das Glas um € 5,-) ist mit Andacht zu schlucken.

Resümee

Monsieur Serret erfüllt die hohen Erwartungen, die nach dem Abschied von Stefan Prieler in ihn gesetzt wurden. Ein gutes Stück süßes Frankreich liegt auf dem Karmeliterplatz.

Brasserie Santner, Paulustorgasse 1, 8010 Graz,

Tel. 0316/82 05 00,

Di-Sa 11-24 Uhr


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