Claus Guth zeigt Menschen in Bedrängnis

Lexikon | HR | aus FALTER 15/14 vom 09.04.2014

In Georg Friedrich Händels "Messiah", uraufgeführt 1742 in Dublin, werden Bibeltexte und Zitate von Propheten aus dem Alten Testament auf die Erlösergestalt Jesus bezogen. Claus Guth suchte im Händeljahr 2009 für seine szenische Umsetzung nach Situationen, in denen das Thema des Oratoriums auf andere Weise erlebbar wird als im Konzertsaal. Aus einer Beerdigung, einer Taufe, einer Liebesgeschichte und einem Selbstmord setzen sich bruchstückweise Biografien zusammen, die sich als eine Art realistischer Familiengeschichte lesen lassen. Nach fünf Jahren kehrt die erfolgreiche Aufführung ins Theater an der Wien zurück, es musiziert das französische Originalklangensemble Les Talens Lyriques, Bejun Mehta und der Bass Florian Boesch sind als Gesangssolisten wieder dabei, auch eine Gebärdendarstellerin wirkt mit.

Theater an der Wien, Mo, Do 19.00 (bis 26.4.)


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