"Ohne Kreisky wär ich heute Tischler"

Redakteur bei Tag, Krimiautor in der Nacht: der begnadete Vielschreiber Andreas Pittler

Feuilleton | PORTRÄT: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Der Mann sitzt an einem Ecktisch im hinteren Teil des Café Rathaus und tut, was man hier noch darf: Er raucht. Der Bart ist schon ziemlich grau, das Sakko vom Stil "zwanglos" - es könnte sich um einen Universitätsdozenten (Typ: gemütlich, diskutiert gern) oder einen Rathausbediensteten handeln. Wege, die Andreas Pittler durchaus einschlagen hätte können, wenn ihm nicht die Schriftstellerei in die Quere gekommen wäre.

Pittler, der heuer 50 wird, ist der wahrscheinlich fleißigste Schriftsteller des Landes. Seit 1990 hat der studierte Historiker nicht weniger als 46 Bücher geschrieben oder herausgegeben, wobei das Spektrum von Sachbüchern und Biografien (Beckett, Gusenbauer, Mr. Bean) über Reisebücher bis zu historischen Kriminalromanen reicht. In letzterem Metier hat Pittler zuletzt seine wahre Bestimmung als Edutainer gefunden, der Geschichtsunterricht, politische Bildung und Unterhaltung wunderbar zusammenbringt.

Wie es ihm gelingt, neben einem Brotberuf in der Pressestelle des


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