Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Das Amerlinghaus klagt über Subventionskürzungen

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Arena, Wuk und das Amerlingbeisl, das sind die drei bekanntesten Beispiele für das Aufleben der Wiener Protestkultur in den 1970er-Jahren. Die Objekte wurden besetzt, um gegen ihren Abriss zu demonstrieren. Die Stadt gab nach langem Zögern nach. Heute sind sie fast schon Institutionen. Aber solche, die von den Förderungen der Stadt Wien, gegen die sie sich einst stemmten, abhängig sind. Auch eine Ironie der Geschichte.

Das Amerlingbeisl, getragen vom Verein Kulturzentrum Spittelberg, fürchtet um seine Existenz. Statt 245.000 Euro sollen die jährlichen Förderungen auf 113.000 Euro mehr als halbiert werden. 60.000 Euro davon entfallen auf die Miete. Beantragt wurde die Kürzung von der MA 13, zuständig für Bildung und außerschulische Jugendbetreuung.

Im Rathaus geriet der Verein in den Ruf der Misswirtschaft, 2011 brauchte er einen Sonderzuschuss von 260.000 Euro, Mietrückstände und Bankschulden waren aufgetaucht. Dass sich der antirassistisch und globalisierungskritisch ausgerichtete Verein allein über Subventionen finanziert, sorgt bei der Rathaus-Opposition für Kritik.

Am 29. April soll die Subventionskürzung beschlossen werden. Die FPÖ hat schon zugesagt, mit der SPÖ mitzustimmen. F


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