Modelle oder echte Menschen?

Der Liberalismus liegt falsch, sagt die deutsche Ökonomin Lisa Herzog - und plädiert für eine zeitgemäßere Auslegung

INTERVIEW: KIRSTIN BREITENFELLNER | Politik | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Ökonomie hat nicht nur mit Zahlen, also Berechenbarem, sondern auch mit Menschen zu tun, ihrem Verhalten und ihren Beziehungen, sagt Lisa Herzog. Die junge Ökonomin und Philosophin hat soeben ein viel beachtetes Buch vorgelegt mit dem Titel "Freiheit gehört nicht nur den Reichen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Liberalismus".

Auf der Suche nach einem Freiheitsbegriff, der die Schwachen einer Gesellschaft nicht ausschließt, überprüft sie darin zentrale Themen von Ideengeschichte, Wirtschaftstheorie und Sozialphilosophie auf ihren Realitätsgehalt, von Thomas Hobbes über Bernard de Mandeville bis zu Adam Smith. Unter Beschuss gerät dabei besonders die Denkfigur des Homo œconomicus, jener "blutleeren Gestalt", die ihr Handeln ausschließlich nach rationalen und egoistischen Kriterien ausrichtet.

Herzog, geboren 1983 in Nürnberg, hat in München und Oxford Philosophie und Volkswirtschaft studiert. Derzeit forscht sie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Herzog ist dort

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