Blauer Krieger

Harte Jugend, harte Politik, Harald Vilimsky. Wen schickt die FPÖ da nach Brüssel?

Politik | PORTRÄT: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Wenn Harald Vilimsky der Politik entfliehen will, zieht es ihn ins Irenental. Dort, im Wienerwald westlich von Wien, streicht er durchs Gebüsch, auf dem Rücken einen Köcher mit Pfeilen, in der Hand einen Bogen. Drei Parcours gibt es dort, 62 Ziele. Rehe, Wildschweine und Hirsche aus Plastik. Im Dickicht spannt Vilimsky seinen Bogen und schießt Pfeile auf sie. "Das ist ein unglaublich gutes Vehikel, um seine Mitte zu finden", sagt der FPÖ-General.

Vergangenen Mittwoch tagte der blaue Parteivorstand. Einstimmig schoss er den freiheitlichen Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, Andreas Mölzer, ab. Mölzer hatte mit der Verharmlosung des Nationalsozialismus und rassistischen Aussagen die Umfragewerte gefährdet. Jetzt ist Bogenschütze Vilimsky die blaue Nummer eins. "Aus der Doppelspitze bin nun ich verblieben als Speerspitze", sagte er nach dem Parteivorstand vor versammelter Presse.

22 Stunden später sitzt Vilimsky in seinem Büro in der Wiener Reichsratsstraße und blickt von dort aufs


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige