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Liebesbriefe in die Vergangenheit des Pop

Lexikon | SF | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Die Band Metronomy um den Sänger Joseph Mount ist im Windschatten ihrer Freunde von Bloc Party mit energisch-elektronischem Indiepop gestartet und hat schnell Erfolg gehabt. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern kann man den Südengländern nicht vorwerfen, dass sie sich nicht weiterentwickeln würden. Jedes neue Album hat einen sorgsam ausgearbeiteten thematischen und klanglichen Schwerpunkt. Nach dem harmoniesüchtigen "On the Beach"-Moment "The English Riviera" (2011) folgte mit "Love Letters" soeben ein Songreigen mit akustischen Liebesbriefen. Adressaten sind Momente aus der - vielleicht besseren? - Popvergangenheit: Kinks-Harmonien, ein zart-psychedelisches Spinett oder Bläsersätze, die "Sgt. Pepper's" sowie Blur herbeizitieren. Auf Tonträger klingt das nett, wenn auch etwas streberhaft. Live sollte es mehr rocken.

Arena, Fr 20.00


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