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Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | LUKAS NERCHTÜN | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

In der offiziellen, sichtlich mit heißer Feder und stolzgeschwellter Brust verfassten "Presseaussendung" einer bis dahin unbekannten "Sektion Turnen und Partysport c/o Falter", die vermutlich nur an die eigene Redaktion erging und über den Triumph im Badminton informierte, den das Team Schmetterlinge erringen konnte (Details dazu im "Zoo" auf Seite 47), wird insinuiert, es handle sich um den ersten sportlichen Erfolg in der 37-jährigen Geschichte des Falter überhaupt.

Diese Behauptung ist selbstverständlich unhaltbar und hat sofort eine erstaunlich rasch einlangende Reihe von Leserbriefen nach sich gezogen, die ausnahmsweise gleich an dieser Stelle zitiert seien: "Unvergessen der vierte Platz beim Franz-Schubert-Gedächtnis-Weitkegeln 1978" (Herr Martin Hun);"Die investigative Speerspitze des Falter war auch im Zehnkampf eine Klasse für sich"(Frank Leionkl);"Dank seiner alerten Medienredaktion war der Falter auch im Flaschendrehen unüberwindbar" (Ingbrod Nigrid);"Als bestgekleidete Frau auf dem Centercourt muss fraglos die Polit-Redakteurin des Falter gelten" (Rhabarba Ott);"Ich habe noch niemanden gesehen, der bei einer Marathon-Staffel so viel geraucht hat wie dieser Teufelskerl von Gepp"(Joe P. G. Shepp);"Auf Skiern so weit voran wie als Theatermann"(Karl-Wolfgang Iček);"Im Taschenbillard noch fixer als beim Fotografieren"(Norbert Reich);"Mit sieben Kilo Herrenpilzen in einer Stunde hält ausgerechnet der Kunstredakteur einer Wiener Stadtzeitung seit Jahren den Südtirolrekord" (Susi di Tamathin).


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