"Geduld ist keine Domäne von Kindern"

Warum es Zeit braucht und man sich darauf einlassen muss, wenn man Natur erleben will

Stadtleben | GESPRÄCH: BIRGIT WITTSTOCK | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Pfeiferln und Flöten aus Zweigen schnitzen, Feuerexplosionen mit Farnsporen erzeugen und Fotos mit Sonnenlicht am Bach entwickeln: Die Wiener Ökopädagogin Alice Thinschmidt und ihr Kollege Daniel Böswirth haben ein Buch geschrieben, in dem es darum geht, den Wald mit allen Sinnen zu erleben, zu experimentieren und zu bestaunen. "Das Rucksackbuch für den Wald" gibt Eltern Tipps, wie sie gemeinsam mit ihren Kindern die Natur entdecken können. Dem Falter haben Autorin und Autor erzählt, wie die Kinder heutzutage Natur wahrnehmen und warum so viele vorm Computer sitzen.

Falter: Frau Thinschmidt, Herr Böswirth, in Ihrem "Rucksackbuch für den Wald" geben Sie Tipps, wie man die Natur erleben kann. Muss Natur heutzutage spektakulärer sein als früher, um Kinder zu interessieren?

Böswirth: Es gibt in der Natur viele Experimente, die sehr spektakulär sind. Ein Spektakel ist interessanter als langsam wachsende Pflanzen. Geduld ist nicht gerade eine Domäne von Kindern. Sie warten nicht drei


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