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Dillon macht das RKH zur Konzeptkunst-Kuschelecke

Lexikon | GS | aus FALTER 16/14 vom 16.04.2014

Schwer zugängliche Sängerin mit markanter Stimme, begleitet von Klavier und experimentell angelegter Elektronik: Diese Kurzbeschreibung gilt für die österreichische Musikerin Soap&Skin ebenso wie für ihre in Berlin lebende und arbeitende brasilianische Kollegin Dominique Dillon de Byington alias Dillon. Damit hören die Parallelen aber schon wieder auf. Ist Soap&Skins Stimme tief und raumgreifend, hat Dillons Gesang etwas Kindliches (wobei dieses Kind, das da singt, wohl schon einiges erlebt hat); ihre Musik wiederum ist eher lieblich als dramatisch.

Nach dem vielbeachteten Debüt "This Silence Kills" aus dem Jahr 2011 hat Dillon mit "The Unkown" soeben ihr zweites Album veröffentlicht, erneut beim deutschen Technolabel BPitch Control. Tanzmusik ist ihre Sache freilich auch diesmal nicht. Reduziert, aber durchaus hintergründig arrangiert, präsentiert sich die 25-Jährige als Balladensängerin, die eher die Konzeptkunst als die Kuschelecke im Sinn hat. In Wien stellt Dillon "The Unknown" im Rahmen einer "FM4 Radio Session" vor. Die Konzerttickets werden auf FM4 verlost; wer leer ausgegangen ist, mag sich mit dem Mitschnitt trösten, der am 28. April ab 19 Uhr ausgestrahlt wird.

Radiokulturhaus, Sa 20.00


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