Was nun, alter, weißer Mann?

Das Thema Rassismus beschäftigt den Fußball, die Politik und das Theater. Dahinter verbirgt sich ein Kampf um die öffentliche Meinung, der zusehends giftiger wird

Feuilleton | ESSAY: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014


Foto: Wiener Festwochen/Olaf Breuning

Foto: Wiener Festwochen/Olaf Breuning

Wer Gott foult, fliegt vom Platz. Diese Erfahrung machte der Politiker Andreas Mölzer (FPÖ), als die von ihm herausgegebene Zeitschrift Zur Zeit den österreichischen FC-Bayern-Star David Alaba rassistisch beleidigte. Wenige Wochen vor dem Wahltermin musste er auf Druck der Parteiführung seine Kandidatur für das EU-Parlament zurückziehen. Die Rechtspopulisten fürchteten den Zorn der Fußballfans, die ansonsten nicht so zimperlich sind.

Etwa jene Anhänger des FC Bayern, die eine gegnerische Fußballmannschaft mit homophoben Sprüchen schmähten. Auch wer schwulenfeindlich ist, muss raus. In dem Champions-League-Spiel gegen das „warme“ Manchester United blieb – als Strafmaßnahme der Europäischen Fußball-Union (Uefa) – ein ganzer Stadionblock leer. Transparente mit der Aufschrift „Stop Rassism“ prangten auf den leeren Sitzen.


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