Was ich schreibe, gehört mir. Aber wer zahlt mit?

Das Urheberrecht ist nicht erst seit Google Books umkämpft. Eine Studie geht den historischen Wurzeln des geistigen Eigentums nach

Politik | REZENSION: RUDOLF WALTHER | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als ob die Möglichkeit, übers Internet Musikstücke oder - dank der medialen Macht von Giganten wie Google - Bücher gratis zu beschaffen, gleichsam über Nacht das Autoren- und Urheberrecht bzw. das Copyright zerstören würde. Die Studie von Monika Dommann zeigt, dass es sich dabei um eine unhistorische Dramatisierung handelt.

Tatsächlich war das im 18. Jahrhundert entstandene Urheberrecht immer geprägt von Konflikten zwischen den daran Interessierten (Autoren, Verlegern, Druckern, Buchhändlern, Lesern). Und diese Konflikte veränderten sich mit den Techniken der Vervielfältigung und Verbreitung von Wissen durch Apparate von der Fotokamera über das Grammofon und das Radio und den Film bis zum Fotokopierer und dem Computer.

Das Recht, das diese Konflikte regeln sollte, bewegte sich freilich nicht im luftleeren Raum, sondern entwickelte sich in Kontexten, die sozial, wirtschaftlich und politisch, aber auch technisch geprägt waren und immer


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