"Wir sind ein extrem effizienter Laden"

Matthias Naske, der Intendant des Konzerthauses, appelliert an die Kulturpolitik

Feuilleton | FRAGEN: HEINZ RÖGL ARMIN THURNHER | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Wien 2014 - Welthauptstadt der Musik? Die Oper spielt keine zeitgenössische Musik und liefert biedere Konfektionsware; das Theater an der Wien vermag das Vakuum nicht auszugleichen. Der Musikverein arbeitet erfolgreich an der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires. Das Konzerthaus war im Gegensatz dazu immer so etwas wie das junge Herz von Wiens Musikbetrieb. Es schlug für Weltoffenheit, Gegenwartsnähe, in den Anfängen - als Werke des Schönberg-Kreises aufgeführt wurden - für radikale Modernität bis zum Skandal.

In den vergangenen Jahren ist dieses Herz schwächer geworden, Beliebigkeit drohte. Dazu geriet das Haus in finanzielle Schwierigkeiten aufgrund gestiegener Renovierungskosten und seit Jahrzehnten eingefrorener Subventionen. Große Hoffnungen auf eine Besserung der Lage richten sich auf den seit dieser Saison im Amt befindlichen Matthias Naske, der nun für 2014/15 das Programm seiner ersten selbst programmierten Spielzeit vorlegt. Gespannt kann man auch auf die Arbeit


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