Raupe Die kleine Kolumne im FALTER

Der Tod und das Mädchen

Stadtleben | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Im Februar ist meine Omi gestorben. Ich habe schon oft davor über den Tod nachgedacht, dann habe ich manchmal geweint, weil ich Angst davor hatte, dass jemand aus meiner Familie sterben könnte. Wenn ich jetzt über den Tod nachdenke, habe ich auch Angst, aber finde ihn auch gleichzeitig schön, weil er einen von seinen Schmerzen erlöst. Ich hoffe, dass es meiner Omi jetzt besser geht und dass sie glücklich gestorben ist. Ich wünsche mir, dass ich einen Schutzengel habe, auf den ich mich wirklich verlassen kann. Manchmal frage ich mich, wie es wäre, wenn ich unsterblich wäre, aber dann meinte meine Mama, dass das gar nicht so schön wäre, weil dann alle meine Verwandten sterben würden. Meine Verwandten sollen auch unsterblich sein. Daraufhin sie: "Was wäre dann mit den anderen Menschen auf der Welt?" Ich entschied mich dann doch dafür, dass jeder Mensch irgendwann einmal sterben muss.


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