Arbeit nervt? Wie sich die Definition von Arbeit historisch veränderte

Politik | INGRID BRODNIG | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Arbeit ist ein geflügeltes Wort, jeder und jede kennt sie und weiß, was darunter zu verstehen ist. Bei näherem Hinsehen erweist sich Arbeit jedoch als ein wahres Chamäleon: jeder versteht etwas anderes darunter, die Definitionen und Begriffe sind in ständiger Veränderung", schreibt Andrea Komlosy in ihrem neuen Buch, das sie auch kommenden Dienstag vorstellt. Die Historikerin der Uni Wien erklärt darin, wie sich unsere Vorstellung von Arbeit im Laufe der Jahrhunderte veränderte.

In der griechischen Polis etwa verachteten die reichen Bürger die Lohnarbeit und überließen diese Sklaven oder Taglöhnern, während sie sich selbst lieber weiterbildeten, philosophierten und politisch engagierten. Karl Marx wiederum sprach von der "Erzeugung des Menschen durch die menschliche Arbeit", seiner These nach wird Arbeit zur Wesensbestimmung.

Jede Epoche ist eben dadurch gekennzeichnet, wie darin über den Begriff der Arbeit gesprochen wird, und die Historikerin Komlosy hat dies akribisch zusammengefasst. Kurz vor dem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, präsentiert sie ihre Erkenntnisse.

Buchvorstellung und Diskussion am Dienstag, 29. April, um 18.30 Uhr in der ÖGB-Buchhandlung (1., Rathausstraße 21)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige