Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Ukraine, Perspektivenwechsel: Wie linke US-Kritiker die Sache sehen

Falter & Meinung | VON ARMIN THURNHER | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Historische Ereignisse kann man persönlich nehmen. Ich und die USA, zum Beispiel, das ist eine lange persönliche Geschichte. Fing mit dem emigrierten Großonkel John an. In der Mittelschulzeit waren die USA nicht nur der Hort der Freiheit, sondern das Ziel auch meiner Wünsche. Konsequenterweise ergatterte ich ein Stipendium und erlebte 1967/68 den Hort der Freiheit in New York City, samt Flower-Power, Civil-Rights-Movement, Anti-Vietnam-Bewegung.

Das Pendel schlug in die Gegenrichtung aus, fortan konnten die USA mir wenig recht machen. Die Lateinamerika-Politik zeigte sie, von Chile bis Nicaragua, als brutale Repressionsmacht. Der Fall des Eisernen Vorhangs änderte vieles, mit einem Mal waren die USA die unbestrittene Hegemonialmacht auf der Erde, die Macht des Faktischen hatte ihnen recht gegeben.

Nun führten sie ihre Kriege öfter mit menschenrechtlichen Argumenten; noch weniger den ersten Irak-Krieg, dann umso mehr nach 9/11, den sogenannten Krieg gegen den Terror, die Kriege in Afghanistan


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