Stadtrand Urbanismuskolumne

Gehen wir in den Park Flieder fladern!

Stadtleben | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Der Nussmann ist wieder da. Diesmal aber ohne Nüsse, denn es ist ja schließlich nicht mehr Winter. Dem Frühlingswetter angepasst, tingelt er mit selbstgeschnittenen Fliederbuschen durch die Stadt und versucht diese, so wie im Winter die Walnüsse, an den Mann zu bringen. Gute Geschäftsidee, das muss man ihm lassen. Weniger gut daran ist allerdings, dass der Flieder vermutlich gefladert ist. Ist jetzt natürlich eine fiese Unterstellung, was den Nussmann betrifft. Richtig ist aber, dass alljährlich großflächig Flieder in Wien gestohlen wird, um dann in irgendwelchen Privatwohnungen deren Inhaber zu erfreuen.

Gut, dass der öffentliche Raum aber in den letzten Jahren viel grüner geworden ist und jetzt an so vielen Ecken Nachbarschaftsgärten blühen. Auf der Donauinsel zum Beispiel, dort erstreckt sich einer der größten der ganzen Stadt: Auf über 4000 Quadratmetern wuchern und gedeihen dort diverse Pflanzen. Auch Flieder. Und wie es aussieht, werden diese Gemeinschaftsgärten seltener befladert als die Gärten der MA 42. Liegt vermutlich am rundumgespannten Zaun.


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