Nüchtern betrachtet

Arschlöcher und Idioten soll man eher meiden

Feuilleton | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Ich mache das nicht gerne, möchte diesmal aber an die Kolumne der letzten Woche anknüpfen. Die Kolumne von letzter Woche findet sich nicht im Netz und nicht auf Facebook, sondern nur im Falter und (handschriftlich) auf der Unterseite der Klobrille auf der Herrentoilette der U-Bahnstation Kettenbrückengasse. Aber weil ich weiß, dass dort nicht jeder und vor allem nicht jede nachsehen kann und will, möchte ich kurz rekapitulieren, worum es da gegangen ist: nämlich um Menschen, deren publizistische Existenz wesentlich auf der permanenten Insinuation gründet, sie seien die Einzigen, die auszusprechen wagten, dass der Kaiser nackt sei.

Das ist an sich schon einmal pathetischer Unfug, denn es gibt immer auch andere, die genauso hellsichtig oder verrückt sind, wie man selbst, aber gut, im Wettbewerb um Aufmerksamkeit bedient man sich schon einmal unlauterer Mittel und behauptet Dinge, die man sich dann irgendwann einmal selber glaubt. Einer der gängigsten Tricks, sich besser zu fühlen,


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