Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Brand in der Innenstadt: Ein "Mietnomade" wird verdächtigt

Politik | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Sie beziehen eine Wohnung, zahlen die Miete nicht und verschwinden wieder: Sogenannte Mietnomaden hinterlassen ihren Vermietern finanzielle Schäden und oft vermüllte Wohnungen. Jener 44-Jährige, der verdächtigt wird, Dienstagnacht ein Wohnhaus an der Ecke Hoher Markt/Marc-Aurel-Straße in der Wiener Innenstadt angezündet zu haben, hinterließ viel mehr: einen stundenlangen Feuerwehreinsatz, mehrere Verletzte und eine Tote. Der Mann hätte am Mittwoch delogiert werden sollen. Er wurde am Donnerstag stark betrunken von der Polizei aufgegriffen und festgenommen.

Wie häufig Mietnomadentum vorkommt, ist schwer zu sagen. Der Begriff tauchte in den österreichischen Medien 2005 erstmals auf, seitdem ist jedes Jahr von ein paar Fällen zu lesen. Normalerweise sind sie ein Fall fürs Bezirksgericht - eine Brandstiftung wie nun in der Innenstadt, sagt eine Polizeisprecherin, sei ihr noch nie untergekommen.


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