Papa, das bin doch ich!

Kleine Kinder haben auf Facebook & Co nichts verloren. Aber irgendwie muss der elterliche Stolz raus

Stadtleben | SELBSTBEOBACHTUNG: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Man kennt das vielleicht: Die Kinder dürfen ein paar Minuten mit Papas Smart phone "Ju-tub" schauen oder die neuesten Legoprodukte checken - aber Papa hat im obersten Browserfenster noch Facebook geöffnet. Kann sein, dass die Kinder dann wiehern: "Auf dem Foto schaust du aber lustig aus!" Oder sie fragen neugierig: "Was hast du da für ein komisches Foto?"

Irgendwann kann aber auch der Tag kommen, an dem die Kinder beim Betrachten des väterlichen (oder mütterlichen) Profils sich selbst erkennen und ihren ganz eigenen Thomas-Glavinic-Moment haben: "Das bin doch ich!" Gut möglich, dass sie es lustig finden.

Oder aber sie sagen: "Das ist mein Bild. Und ich will nicht, dass es auf deiner Facebook-Seite ist." So ist es der New York Times-Journalistin Tatiana Boncompagni ergangen, die ein Foto von ihrem neunjährigen Sohn im Central Park auf Facebook stellen wollte. "Whose Picture Is It, Anyway?" heißt ihr Artikel zum Thema.

Erstaunlich an dem kürzlich erschienenen Artikel ist, wie sachlich


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