Scherz lass nach

Beim "Nachlass-Hopping" darf man alles mitnehmen, was sonst auf der Müllhalde landen würde. Und das ist erstaunlich viel

Stadtleben | REPORTAGE: KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Die beiden jungen Frauen sind erleichtert. "Dieses Mal ist niemand gestorben?" - "Nein, die Dame ist 90 und lebt in Kopenhagen, sie hat die Wohnung nur während der Wiener Festwochen benutzt." Es sei schon komisch, meint eine der beiden nachdenklich, wenn man reinkomme und die ganzen Schuhe sehe.

Diejenigen, die am Anfang der Schlange in der Linken Wienzeile auf Einlass zum 16. Nachlass-Hopping warten, sind nicht zum ersten Mal dabei. In der ersten Reihe stehen zwei Damen mit Migrationshintergrund. Sie konnten schon zum sechsten Mal Passierkarten ergattern.

Dazu muss man sich via Facebook bei Ramsch &Rosen anmelden und rechtzeitig genug in dem Altwarengeschäft auf der Neubaugasse seine Passierkarte abholen. Die kostet 15 Euro. Nicht viel, wenn man weiß, dass man im Prinzip aus dem Haushalt, der aufgelassen wird, so viel mitnehmen darf, wie man will. Wer nichts findet, bekommt sogar sein Geld zurück.

Denn dem Erfinder Christof Stein, der das Lichterloh in der Gumpendorfer Straße, die Glasfabrik


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