Österreicher im Syrien-Konflikt: Heirat, Kampf und Nasenbohren

Politik | BERICHT: RUTH EISENREICH | aus FALTER 17/14 vom 23.04.2014

Es war eine wilde Mischung aus wienerischer Teenagersprache mit bosnischen Einsprengseln und religiösen arabischen Formeln, in der die beiden Mädchen auf dem Internetportal ask.fm kommunizierten. Letzte Woche sollen die bosnischstämmigen Wienerinnen Samra, 16, und Sabina, 15, ihren Eltern Abschiedsbriefe hinterlassen haben ("Wir gehen nach Syrien, kämpfen für den Islam") und in die Türkei geflogen sein. Seither wird nach ihnen gesucht. Auf ask.fm posteten sie -oder wer immer sich als sie ausgab - Fotos von Waffen und fanatische Parolen und erklärten, sie hätten geheiratet. Inzwischen wurde das Profil deaktiviert.

Eine hohe zweistellige Zahl an Österreichern soll in den letzten Jahren zum Kämpfen nach Syrien gegangen sein, meist junge Männer. "Mit Fortdauer des Konflikts steigt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand die Schwelle überschreitet und tatsächlich hinfliegt", sagt Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums. Das Ministerium will noch dieses Jahr eine Anlaufstelle


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