Der unsichtbare Popstar

Christian Fennesz hat sein Wien-Gefühl in Sounds übersetzt. Er trägt es in die ganze Welt hinaus

Feuilleton | STUDIOBESUCH: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Vor einer Woche hat sich eine Ö3-Moderatorin über Musiker lustig gemacht. Musiker im Allgemeinen und Österreicher, die beim Sender vorstellig werden, im Besonderen. Ungewollt hat sie damit die alte Diskussion um heimische Klänge im Radio neu entfacht.

Mit Christian Fennesz hat das rein gar nichts zu tun. Der aus dem Burgenland stammende Elektroniker und Gitarrist ist die musizierende Antithese zu Ö3. Während das Formatradio vermeint, den Sound der großen, weiten Welt zu spielen und doch nur für die ewige Provinz im Kopf steht, hat Fennesz sich über viele Jahre einen unverkennbaren Sound erarbeitet, der seine Wurzeln in Wien hat, jedoch weltweit gehört wird. Seine größten Fangemeinden verteilen sich auf drei Kontinente: Sie finden sich in den USA, in Japan und Großbritannien.

Speziell sein Album "Endless Summer" aus dem Jahr 2001 hat schon mehrere Pop-und Elektronik-Generationen maßgeblich beeinflusst. Fennesz hebt von anderen Elektronik-Acts ab, dass er auch in Popmaßstäben


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