Ein gutes Prospekt für den "Supermarkt Europa"

Falter-Autor Robert Misik und der grüne EU-Kandidat Michel Reimon skizzieren die EU-Wirtschaftspolitik. Kurzweilig und lesenswert

Politik | REZENSION: KURT BAYER | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Wer beim Titel an die übliche Bedeutung (ein Lebensmittelgeschäft) denkt und nicht an die eher gemeinte Marktdominanz der EU-Wirtschaftspolitik, liegt falsch. Die Broschüre "Supermarkt Europa" ist zeitgemäß, von optimistischer Grundhaltung getragen und lesenswert - gerade richtig vor der EU-Wahl.

Sie erklärt die Wirtschafts-und Finanzkrise sehr einleuchtend, wenn auch unvollständig, aber doch in einer Sprache, die gebildeten Laien (das heißt Nicht-Ökonominnen) einige der Absurditäten des bestehenden Finanzsystems nahebringen kann.

Nicht ganz klar wird, was der Beitrag der Globalisierung und was der Beitrag der verfehlten EU-Politik zur Krise ist. Zur Vervollständigung würde einiges mehr an Details helfen, etwa zum Gegensatz zwischen der Behauptung, strukturierte Bündel von Hypotheken würden durch breite Streuung das Gesamtrisiko minimieren, und der Tatsache, dass ebendiese Streuung die Ansteckung der ganzen Welt mit der Finanzmisere ermöglicht hat; zu den absurden elektronischen


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