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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Der Standard kompakt ist der kleine Bruder der Tageszeitung Standard. Er ist dafür gedacht, Lesern, denen der klassische Standard zu viel Lesestoff bietet deswegen ihr Abo kündigen wollten, an Bord zu halten. Mit nur 24 Seiten und deutlich kleiner, aber auch viel eleganter als die aufdringlich bunten Gratisblätter Österreich und Heute, ist der Standard kompakt kein schlechter Morgen-Reader.

Neuerdings wird er auch noch gratis verteilt, morgens etwa am Schottentor. Welchen Grund habe ich eigentlich noch, eine Qualitätstageszeitung zu kaufen, wenn sie mir auf dem Weg ins Büro in die Hand gedrückt wird? Der Standard kompakt ist nämlich gut gemacht. Die wichtigsten Kommentare und Analysen, also die journalistischen Highlights des Tages, sind drinnen. Die Kurzmeldungen und verwursteten Agenturberichte, die den Rest des Blattes füllen, braucht eh keiner mehr. Gibt's ja alles online. Bleibt die Frage: Warum kannibalisiert sich eine Zeitung auf hohem Niveau selbst? F


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