Kommentar Der Fall Lichtenegger

Braucht der heimische Pop eine verpflichtende Quote im ORF-Radio?

Falter & Meinung | GERHARD STÖGER | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Kleine Ursache, große Wirkung: Elke Lichtenegger erzählte in einem Interview eine lustige Geschichte, die in erster Linie selbstironisch klang und in zweiter Linie eine Kritik an der US-Band Imagine Dragons war. In dritter Linie könnte man der Ö3-Moderatorin auch Geringschätzung der heimischen Popmusik unterstellen, hielt sie die ein Büro weiter trällernden US-Stars doch für vollkommen unbekannte Österreicher, die dem Sender wohl ein Lied verkaufen möchten, das Ö3 aber nicht brauche, weil es so schlecht sei.

In den fälschlicherweise "sozial" genannten Medien geschah genau das (siehe Artikel auf Seite 19). Ein Sturm der Entrüstung brach los, und die Meute der langsam Denkenden, aber umso schneller Tippenden setzte zum Wutgeheul auf Ö3 und seinen Umgang mit dem Ö-Pop an.

Eine Woche später, und das ist die große Wirkung, können sich die Kultursprecherinnen von SPÖ und ÖVP ernsthaft eine verpflichtende ORF-Radioquote für österreichische Musik vorstellen. Die Cashcow Ö3


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