Was wissen wir über Arbeitslosigkeit?

Wenig. Zwei Sozialforscher haben im Auft rag der Arbeiterkammer 500 Arbeitslose befragt

Politik | FORSCHUNGSBERICHT: CHRISTOPH HOFINGER DANIEL SCHÖNHERR | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Was wissen wir über Arbeitslosigkeit?" Diese Frage stellten Paul Lazarsfeld, Marie Jahoda und Hans Zeisel 1933 in ihrer Studie "Die Arbeitslosen von Marienthal", einem Klassiker der Sozialforschung. Das Werk hat aufgezeigt, wie hart Arbeitslosigkeit die Betroffenen in ihrem Alltag trifft: "Die Verschlechterung der ökonomischen Lage bringt eine ( ) errechenbare Veränderung der Stimmung mit sich". Daran hat sich bis heute wenig verändert.

In vielen Köpfen dominiert das Bild des faulen Arbeitslosen, der abgesichert durch überhöhte oder gar erschwindelte Sozialleistungen die Freizeit genießt. Tatsächlich gilt in Österreich fast jeder zweite Arbeitslose als armutsgefährdet, das Armutsrisiko Arbeitsloser liegt hierzulande auf dem Niveau von beispielsweise Griechenland, Italien oder Spanien.

Was heißt also Arbeitslosigkeit für die Betroffenen und ihr Umfeld heute? In einer soeben veröffentlichten Studie sind wir gemeinsam mit unserem Kollegen Georg Michenthaler vom Ifes im Auftrag


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