Ganz schön allein

Von der Hoffnungsträgerin zur Buhfrau der Nation: Was ist nur mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek passiert? Die Gründe für ihren Absturz liegen nicht nur bei ihr

Politik | ANALYSE: BARBARA TÓTH | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Für ihren bislang schwärzesten Tag in der Politik wählte Gabriele Heinisch-Hosek die Farbe Grün. In einem salbeifarbenen Oberteil, aber blass, verärgert und sichtlich angespannt ließ die SPÖ-Bildungsministerin Donnerstag letzte Woche die von den Grünen einberufene Sondersitzung zu den Schulsparplänen im Parlament über sich ergehen.

Meistens saß sie ganz alleine auf der Regierungsbank. Stundenweise setzten sich Kanzler Werner Faymann und Kanzleramtsminister Josef Ostermayer dazu, links und rechts. Zwei Flankenschützer, die Heinisch-Hosek in den Tagen davor besser hätte brauchen können.

Binnen weniger Wochen ist die Ministerin von der Hoffnungsträgerin ihrer Partei zur Buhfrau der Nation geworden. Gerade einmal 0,75 Prozent, das sind 57 Millionen ihres gigantischen 8-Milliarden-Euro-Budgets, muss die oberste Schulverwalterin heuer einsparen. Daraus hätte man auch eine Erfolgsgeschichte machen können.

Aber Heinisch-Hosek steht heute nicht als Heldin da, die für ihr Ressort Bildung


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