Die Stunde der Schmalspur-Trotzkis aus der Ukraine

Viele Ostukrainer sind gegen die Spaltung des Landes, aber jetzt kippt die Stimmung. Auf Rathäusern wehen bereits die Fahnen der "Republik Donezk"

REPORTAGE: RUFUS RURIK | Politik | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Die Separatisten und Demonstranten in der Ostukraine sind eingeschleuste Russen. So konnte man das am Anfang lesen. Dann kamen Berichte über Heerscharen von sowjetnostalgischen Pensionisten, die sich zu den Besetzern gesellten, dann kamen immer mehr Teenager, die meisten ohne Ausbildung, ohne Job und ohne Zukunft. So konnte das nichts werden mit dem "Antimaidan". Während die Demonstrationen in Kiew "sexy" waren, demonstrierten hier unansehnliche und marginalisierte Randgruppen.

Die Situation ist mittlerweile wesentlich komplexer geworden. Während in Donezk nach wie vor eine "Maidan"-Stimmung geschürt werden soll, die aber angesichts der vielen eher unfreundlichen Maskierten nie wirklich aufgekommen ist, ist die "prorussische" Bewegung in der Ostukraine dabei, in viele Teile zu zersplittern.

Da ist zum Beispiel Professor Kyrill Tscherkassin. Wenn er sich in der Früh in den Spiegel schaut, glaubt er wahrscheinlich, den jungen Trotzki zu sehen. Jeden Tag trägt er dann schwarze Hose, ein

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