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Falter & Meinung | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Man soll das Eisen schmieden, so lange es heiß ist, und man soll die Eisenreich nicht reizen - so ist es in den großen Schmiedehandbüchern des Snorri Sturluson verzeichnet. Womit mehr oder weniger elegant darauf hingewiesen werden soll, dass die Eisenreich seit Wochen wieder an Bord der Dark Star sich befindet -was an dieser Stelle noch nicht gebührend breitgetreten, sondern vielmehr vollständig ignoriert worden ist, eine Scharte, die ich hiermit auszuwetzen und plattzudengeln denke -immer eingedenk des alten Zappaisten-Mottos: "Watch Ruth!"

Die Sache ist nämlich die, dass die Eisenreich den Interpunktionsexzessen, zu dem manche hier neigen, gerne einen ehernen Riegel vorgeschoben sehen möchte, wie sie in einer jetzt schon legendären Blattkritik unmissverständlich zum Ausdruck brachte. Insbesondere die Kombination von Frage-und Rufzeichen hatte den eisenreichschen Unmut erregt, eine Art interpunktativer Logorrhoe, die "?!", "?!!", "?!?" und dergleichen mehr notiere, wo es in der Regel mit einem simplem "?" oder "!" getan sei. Michael Omasta hat darauf aufmerksam gemacht, dass die beiden zum sogenannten Interrobang fusioniert wurden, eine aus guten Gründen in Vergessenheit geratene typografische Schrulle aus dem Jahr 1962. Wenn ich auch diese Ausgabe wieder ein "?!" verwendet habe (S. 21), geschah dies gewiss nicht des Eisenreichreizens wegen, sondern um anzudeuten, dass die entsprechende Frage "mit Nachdruck" gestellt werden soll. Sorry, Ruth. Und, by the way: http://shorl.com/jejetibrapemi


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