", Wooooo-hooo' geht vor!"

Musik ist schön, macht aber viel Arbeit. Entsprechend gewissenhaft bereitet sich die Musikarbeiterinnenkapelle auf ihren 1.-Mai-Einsatz vor


REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Stadtleben-Redakteur Christopher Wurmdobler hat schon lange nicht mehr so viel Verantwortung schultern müssen. Wobei: "Derblasen" wäre wohl das adäquatere Verb. Wurme ist an diesem verregneten Vormittag nämlich die trumpet section. Hörner vs. Trompeten -5:1. So drastisch war's noch nie, merkt Bandleader Laurenz Ennser an.

Es ist kurz nach zehn Uhr an einem Samstagvormittag. Zu dieser Zeit würden die Mitglieder der Musikarbeiterinnenkapelle normalerweise das Biogemüse vom Mark heimschleppen oder ein Croissant zum Latte ordern. Zehn Elftel der zur Verfügung stehenden Trompeten tun genau das, der Rest -Schlagwerk, Blech- (zwei Sousafone!) und Holzbläser -hat sich in hinreichend breiter und mehrheitlich weiblicher Besetzung unterm Gürtelbogen der Wienstation eingefunden, wo ansonsten allem Anruch nach für Ausdauersportarten im Zigarettenrauchen trainiert wird.

Seit 2007 besteht das Musikkollektiv, und Anlass für dessen Gründung war schon damals der 1. Mai.

Ein wild zusammengewürfelter

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