Nur ja keine Debatte um Europa!

Die brennendsten Fragen um Europas Zukunft werden im EU-Wahlkampf peinlich verschwiegen -von allen Parteien

KOMMENTAR: JOHANNES VOGGENHUBER | Falter & Meinung | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Europa im Kopf, Österreich im Herzen!", beteuert der SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund im laufenden Europawahlkampf. Ein rasanter Quereinstieg vom internationalen Journalisten zum Minnesänger des Nationalen. Damit auch etwas deftigere Gemüter nicht verfehlt werden, schallt das Echo von Michael Häupl aus dem Wienerwald: "Wir lassen uns von der EU nicht reinreden".

Selbst Othmar Karas, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, kommt zum Wahlkampf nach Hause, um für die ÖVP zu beteuern: "Aus Liebe zu Österreich arbeite ich für Europa"."Volle Kraft für Österreich!", bleibt ihnen das BZÖ nichts schuldig. Da bleibt für Europa nicht viel. Was ist eigentlich der Unterschied zur Parole von Jörg Haider: "Österreich zuerst!".

Ach ja, die Grünen widerstehen dem Zwangsbekenntnis zur nationalen Eigenliebe, um sich flugs ins Moralische und politisch Ungefähre zu flüchten: Krumme Gurken sind ihnen lieber als krumme Geschäfte, Menschen retten sie lieber als Banken und "Mein Paradeiser

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