Reger Verkehr auf dem Meer: Dublin-New York, hin und her

Mit seinem Kontinente und Generationen umspannenden Roman "Transatlantik" erweist sich Colum McCann als Überflieger

Feuilleton | FLUGBEGLEITER: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Wenn nach dem Romanende noch gezählte 79 Personen aufgelistet werden, kann man davon ausgehen, dass da einer anständig recherchiert hat. Wenn sich unter den Bedankten der Filmschauspieler Gabriel Byrne und der ehemalige britische Premier Tony Blair (deutsche Ausgabe: "Tony Blais") finden, kann man davon ausgehen, dass der Autor selbst Celebrity-Status genießt.

In der Tat ist Colum McCann spätestens seit seinem millionenfach verkauften Beststeller "Die große Welt" ("Let the Great World Spin", 2009) zu ebensolchem Ruhm gelangt. Und so wie er in der "Großen Welt" den Drahtseilakt des zwischen den Türmen des World Trade Center balancierenden Philippe Petit ins Geflecht seiner Fiktionen einbaute, so webt er nun auch in "Transatlantik" historisch belegte Ereignisse und Personen in die Romanhandlung ein.

Da wären etwa die beiden Piloten Alcott und Brown, denen 1919 der erste Nonstop-Flug über den Atlantik glückte; da wäre der US-Senator George Mitchell, der in den 1990er-Jahren eine zentrale


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