Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Passamt -ein kleiner Platz mit großer Beisl-Geschichte


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Das Passamt ist ja schon lang nicht mehr das Passamt. Aber das Gebäude steht noch da (ist heute ein Institut des Universitätsarchivs), mit seinen Treppen, mit diesem irgendwie so römisch wirkenden, dreieckigen Platz davor, gebildet von Postgasse und Schönlaterngasse. Die nahe Hauptpost sorgte hier immer für reichlich kulinarischen Traffic, von dem in erster Linie das großartige Gasthaus Beim Czaak profitierte, wohl aber auch die vielen, häufig wechselnden kleinen Tschumsen und Bars, die am Passamtplatz aufpoppten wie die Schwammerln nach dem Regen.

Die Innereien-Post Recht neu ist jedenfalls das Café AS, vor einem Jahr übernahm die Kärntnerin Emmi Milic das ehemalige "Tranklerlokal", wie sie sagt, und machte es zu einer Café-Konditorei mit Retro-Charme. Vier Monate habe sie vorsichtig renoviert, alle Mehlspeisen sind selbst gemacht, das Gulasch ist auch selbst gemacht, und mit Lieferanten, die zu klein und unbekannt sind, um in der Gastronomie sonst bekannt zu sein, arbeite sie

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