Literatur Tipps

Wenn ein Trashautor auf seriöse Abwege gerät

Lexikon | SF | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Der Italiener Piersandro Pallavicini (Jg. 1962) verfasst seit langem Pulp-Fiction - Trash für Comic-Hefte und Heavy-Metal-Magazine. Aber wenn man nicht teuflisch aufpasst, wird aus Schund irgendwann Literatur. Wenn auch mit Hang zum Derben: In seinem Romandebüt "Das Monster von Vigevano" schrieb Pallavicini über einen sexsüchtigen Durchschnittsitaliener. Im neuen Werk "Letzte Ausfahrt", in dem fünf reiche Pensionisten an die Côte d'Azur reisen, hält er die Waage zwischen Anspruch und Holzhammer. Deshalb darf der Mann, der im Brotberuf Uniprofessor für Chemie ist, das Buch auch im Literaturhaus vorstellen und muss nicht in ein schummriges Lokal. Um die deutschen Textpassagen zu lesen, ist Karin Fleischanderl, die den Roman übersetzt hat, mit von der Partie. Es moderiert Andreas Pfeifer, der ORF-Korrespondent in Rom war.

Literaturhaus, Mi 19.00


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