Vom Bildschirm auf die Straße

Die SPÖ hofft im EU-Wahlkampf auf den Eugen-Freund-Effekt. Auf der Straße funktioniert er noch nicht ganz

Politik | REPORTAGE: RUTH EISENREICH | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Eugen Freunds Wahlkampftross hat es eilig. "Ganz schnell noch ein Händedruck", sagt Freund halb zum Team, halb zu der Bankangestellten, deren Hand er gerade schüttelt, "tut mir leid, aber wir sind schon am Sprung." Schon ist er wieder draußen aus der Bankfiliale am Hauptplatz der niederösterreichischen 12.000-Einwohner-Stadt Neunkirchen.

Knapp eine Stunde Zeit hat der SPÖ-Spitzenkandidat hier am vergangenen Freitagvormittag, um Wähler für die EU-Wahl zu gewinnen. Davor hat er eine Lehrwerkstätte im benachbarten Ternitz besucht, danach geht es direkt weiter nach Linz, zum Wahlkampfauftakt mit dem EU-Abgeordneten Josef Weidenholzer.

Freund hat einiges gutzumachen in diesem Wahlkampf, der für ihn so holprig gestartet ist. Seine Kandidatur wurde früher als geplant bekannt, ausgerechnet während seiner Abschiedsfeier als Moderator der ORF-Hauptnachrichtensendung "Zeit im Bild". Bald darauf sorgte ein Profil-Interview für Empörung, in dem der frischgebackene Sozialdemokrat ein durchschnittliches


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige