Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Vom Aufmarschleiter des 1. Mai zum Bezirkschef in Floridsdorf

Politik | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 18/14 vom 30.04.2014

Wofür braucht man sie heute überhaupt noch, die Sozialdemokratie? "Für Gerechtigkeit", sagt Georg Papai, "für Jobchancen und für das Entfalten der Menschen zu fairen Bedingungen." Von 2008 bis Februar 2014 war Papai Organisationssekretär der Wiener SPÖ und damit auch Planer des Wiener Maiaufmarschs, dem großen roten Festtag. Mitte März hat der 40-jährige Karriere gemacht -er ist nun Bezirksvorsteher in Floridsdorf.

Nun steht er mit einem Schild am Floridsdorfer Spitz, es zeigt die Gebiete, die er sanieren will. Sozialdemokratie, das soll in Floridsdorf künftig heißen: das Bezirkszentrum aufwerten, eine Parkoffensive starten, Bildungsstätten modernisieren. Nur ein paar Schritte weiter lauert bereits die politische Konkurrenz. Männer in blauen Jacken verteilen FPÖ-Kugelschreiber für den EU-Wahlkampf, sie kämpfen um die gleiche Klientel. Bei der letzten Wien-Wahl 2010 verdoppelte sich die FPÖ in Floridsdorf auf 33 Prozent, die SPÖ rasselte von 58 auf 47 Prozent hinunter. Papai bleibt ein Jahr, um sich bis zur nächsten Wien-Wahl als Bezirkschef zu behaupten. F


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